Erlebnisgutschein-Ideen: Welches Erlebnis passt zu wem?

40 Erlebnisgutschein-Ideen nach Persönlichkeit sortiert, mit Budget, Vorlaufzeit, passenden Texten und Tipps, wie du den Gutschein selbst machst.

Redaktion Goodschein · Aktualisiert am

Ein Erlebnisgutschein verschenkt eine Erinnerung statt eines Gegenstands. Die besten Erlebnisgutschein-Ideen passen zur Persönlichkeit: Wer gern draußen ist, freut sich über eine Kanutour, wer Kultur mag, über eine Theaterführung hinter den Kulissen. Hier findest du 40 Ideen nach Typ sortiert, mit Budget, Vorlaufzeit und Texten zum Abschreiben.

Erlebnisse sind eine Kategorie unter vielen. Den Gesamtüberblick findest du bei den Gutschein-Ideen für jeden Anlass.

Welcher Erlebnistyp ist die Person?

Bevor du ein Erlebnis auswählst, ordne die Person grob ein. Die meisten Menschen lassen sich einem von fünf Typen zuordnen, manche auch zweien.

TypErkennst du anPassende Erlebnisse
ActionSport, Adrenalin, HerausforderungenKlettern, Rafting, Kartfahren
NaturWandern, Garten, TiereKanutour, Wildkräuter-Führung, Sternwarte
KulturMuseen, Bücher, MusikFührung hinter den Kulissen, Lesung, Stadtführung
GenussEssen, Wein, KaffeeKochkurs, Verkostung, Food-Tour
KreativBasteln, Malen, WerkelnTöpfern, Siebdruck, Holzwerkstatt

Ein Beispiel: Dein Onkel liest jedes Wochenende Zeitung und erzählt gern Anekdoten aus der Stadtgeschichte. Ein Gutschein für eine historische Nachtwächter-Führung trifft ihn besser als jedes Action-Erlebnis.

Action-Erlebnisse

Action-Erlebnisse eignen sich für Menschen, die sich gern bewegen und neue Herausforderungen suchen. Sie brauchen oft etwas Vorlauf und gutes Wetter.

  1. Klettern oder Bouldern mit Einführung
  2. Hochseilgarten
  3. Kartfahren
  4. Wakeboarden oder Wasserski
  5. Rafting
  6. Lasertag mit Freunden
  7. Stand-up-Paddling-Kurs
  8. Mountainbike-Fahrtechnikkurs

Tipp: Kläre unauffällig, ob es gesundheitliche Einschränkungen oder Ängste gibt. Ein Hochseilgarten ist für jemanden mit Höhenangst eher Strafe als Geschenk.

Natur-Erlebnisse

Natur-Erlebnisse schenken Ruhe und frische Luft. Viele kosten wenig und lassen sich gut selbst organisieren.

  1. Kanutour mit Picknick
  2. Geführte Wildkräuter-Wanderung
  3. Nachtwanderung mit Fackeln
  4. Besuch einer Sternwarte
  5. Tag auf einem Bauernhof
  6. Pilzführung im Herbst
  7. Sonnenaufgangswanderung
  8. Übernachtung in einer Hütte

Wenn du die Tour selbst planst, halte den Ablauf auf dem Gutschein grob fest: Treffpunkt, Länge der Strecke, Einkehr. Das macht Lust und zeigt, dass du dir Gedanken gemacht hast.

Kultur-Erlebnisse

Kultur-Erlebnisse passen zu neugierigen Menschen, die gern etwas lernen. Sie sind meist wetterunabhängig und damit das ganze Jahr einlösbar.

  1. Führung hinter den Kulissen eines Theaters
  2. Themen-Stadtführung, etwa zu Architektur oder Geschichte
  3. Lesung eines Lieblingsautors
  4. Besuch in einem Museum mit Audioguide und Café
  5. Improtheater-Abend
  6. Orgelkonzert in einer Kirche
  7. Planetariumsvorstellung
  8. Tagesausflug zu einer Burg oder einem Schloss

Konzert-, Musical- und Fußballtickets sind ein eigenes Thema, weil Termine und Plätze feststehen. Für flexible Erlebnisgutscheine sind die Ideen oben besser geeignet.

Genuss-Erlebnisse

Genuss-Erlebnisse sind fast immer ein Treffer, weil Essen verbindet. Sie lassen sich als gekaufter Kurs oder als selbst organisierter Abend umsetzen.

  1. Kochkurs mit Länderthema
  2. Wein-, Bier- oder Kaffeeverkostung
  3. Food-Tour durch ein Stadtviertel
  4. Brotbackkurs
  5. Schokoladen-Workshop
  6. Sushi-Kurs
  7. Besuch auf einem Wochenmarkt mit anschließendem gemeinsamem Kochen
  8. Dinner in einem Restaurant, das die Person noch nicht kennt

Mehr zu Restaurant- und Frühstücks-Gutscheinen findest du unter Gutschein fürs Essen gehen.

Kreativ-Erlebnisse

Kreativ-Erlebnisse haben einen Bonus: Die Person nimmt am Ende etwas Selbstgemachtes mit nach Hause. Das verlängert die Erinnerung.

  1. Töpferkurs
  2. Siebdruck-Workshop
  3. Holzwerkstatt, etwa ein Schneidebrett bauen
  4. Keramik bemalen
  5. Kerzen ziehen
  6. Fotowalk mit dem Handy
  7. Kalligrafie- oder Handlettering-Kurs
  8. Floristik-Workshop

Budget und Vorlaufzeit

Erlebnisgutscheine reichen von fast kostenlos bis teuer. Diese Spannen helfen dir bei der Planung.

ErlebnisBudget pro Person (ca.)Vorlauf
Selbst geplante Wanderung0–20 €wenige Tage
Bouldern mit Einführung20–40 €1–2 Wochen
Kanutour (Leihboot)25–50 €2–4 Wochen, Saison beachten
Kochkurs50–120 €3–6 Wochen
Töpferkurs40–90 €2–6 Wochen
Rafting50–100 €4–8 Wochen
Hüttenwochenende100–300 €1–3 Monate

Bei saisonalen Erlebnissen ist ein flexibler Zeitraum wichtig: „Einzulösen zwischen Mai und September“ statt eines festen Datums.

Gekauft oder selbst organisiert?

Beide Varianten haben ihre Berechtigung. Ein gekaufter Gutschein eines Kursanbieters oder einer Kletterhalle ist bequem, ein selbst organisiertes Erlebnis ist persönlicher und meist günstiger.

KriteriumGekaufter ErlebnisgutscheinSelbst organisiertes Erlebnis
Aufwand für dichgeringmittel bis hoch
Persönlichkeitmittelhoch
Flexibilität beim Terminoft hoch, Anbieter hat feste Slotssehr hoch, ihr sprecht euch ab
Kostenfestgelegtmeist niedriger
Gültigkeitvom Anbieter vorgegebenvon dir festgelegt
Begleitungoft allein oder zu zweitdu bist meist dabei

Ein Mittelweg funktioniert oft am besten: Du buchst einen Kurs oder Eintritt und gestaltest dazu einen eigenen Gutschein mit persönlichem Text. So hat die Person die Sicherheit des Anbieters und trotzdem etwas Persönliches in der Hand.

Bei gekauften Gutscheinen lohnt ein Blick auf die Bedingungen: Wie lange ist er gültig, kann man ihn übertragen, gibt es eine Terminbuchung? Allgemeine Infos dazu findest du im Artikel zur Gutschein-Gültigkeit.

Erlebnisse nach Jahreszeit

Viele Erlebnisse hängen vom Wetter ab. Wenn du das beim Verschenken mitdenkst, vermeidest du Gutscheine, die monatelang auf die richtige Saison warten.

  • Frühling: Wildkräuter-Wanderung, Fahrradtour, Gartenworkshop, Erdbeeren pflücken im Juni.
  • Sommer: Kanutour, Stand-up-Paddling, Open-Air-Kino, Übernachtung im Zelt.
  • Herbst: Pilzführung, Weinlese-Fest, Drachen steigen lassen, Wandertag mit Einkehr.
  • Winter: Thermentag, Kerzen ziehen, Planetarium, Rodeln, Fondue-Abend.

Wenn du im Dezember einen Sommer-Gutschein verschenkst, lege eine kleine Erinnerung bei, die bis dahin auf dem Schreibtisch stehen kann, etwa eine Postkarte vom Zielort.

Erlebnisgutschein selber machen

Einen Erlebnisgutschein selbst zu gestalten, ist persönlicher als ein Gutschein eines Anbieters. Du planst das Erlebnis, gestaltest den Gutschein und begleitest die Person im besten Fall selbst.

So gehst du vor:

  1. Erlebnis festlegen: Typ und konkrete Aktivität.
  2. Rahmen klären: Ort, ungefährer Zeitraum, ob du mitkommst.
  3. Text schreiben: Erlebnis, Warum, Zeitraum.
  4. Gutschein gestalten: Ein passendes Symbol (Paddel, Berg, Topf) als Blickfang.
  5. Kleines Beigeschenk: Etwas, das auf das Erlebnis hinweist, etwa eine Stirnlampe zur Nachtwanderung.

Die Gestaltung erklärt der Ratgeber Gutschein selber machen, konkrete Layouts findest du bei der Gutschein-Vorlage zum Nachbauen.

Texte für Erlebnisgutscheine

Ein Erlebnisgutschein-Text macht neugierig und gibt gleichzeitig genug Infos zur Planung.

„Gutschein für eine Kanutour auf der Altmühl. Paddeln, Picknick, vielleicht ein unfreiwilliges Bad. Einzulösen zwischen Juni und August, ich kümmere mich um Boot und Proviant.“

„Einmal Töpfern mit mir. Du formst, ich fotografiere deine ersten Versuche für die Nachwelt.“

„Gutschein für eine Nacht unter Sternen: Sternwarte, heißer Kakao, Rückfahrt inklusive.“

Weitere Formulierungen findest du im Ratgeber Gutschein-Texte schreiben.

Typische Fehler bei Erlebnisgutscheinen

  1. Das eigene Hobby verschenken: Ein Erlebnis, das vor allem dich begeistert, ist eher ein Geschenk an dich selbst.
  2. Zu kurze Gültigkeit: Wetter, Urlaub und Krankheit kommen dazwischen. Plane großzügig.
  3. Unklare Kosten: Wenn die Person Anfahrt oder Leihgebühren selbst zahlen muss, sag das dazu.
  4. Kein Folgeschritt: Vereinbare bei der Übergabe einen Zeitraum, in dem ihr gemeinsam einen Termin sucht.

Erlebnisse eignen sich besonders gut für Paare. Passende Ideen stehen im Ratgeber Gutscheine für Paare, für junge Abenteurer bei den Gutschein-Ideen für Kinder.

Häufige Fragen

Was ist ein Erlebnisgutschein?
Ein Erlebnisgutschein verspricht eine Aktivität statt eines Gegenstands, etwa einen Kletterkurs, eine Kanutour oder einen Abend in der Sternwarte. Er kann gekauft oder selbst organisiert und gestaltet sein.
Welcher Erlebnisgutschein ist der beste?
Der beste Erlebnisgutschein ist der, der zur Persönlichkeit passt. Abenteuerlustige freuen sich über Action, ruhige Menschen eher über Natur, Kultur oder Genuss. Frag dich, worüber die Person in letzter Zeit gesprochen hat.
Kann ich einen Erlebnisgutschein selber machen?
Ja. Du buchst oder planst das Erlebnis selbst und gestaltest dazu einen Gutschein mit Aktivität, Ort, Zeitraum und einem persönlichen Satz. Das ist oft persönlicher als ein Gutschein eines Erlebnisanbieters.
Wie lange vorher sollte man ein Erlebnis buchen?
Bei Kursen und Touren reichen meist zwei bis sechs Wochen. Saisonale Erlebnisse wie Kanutouren oder Ballonfahrten solltest du früh planen und flexibel datieren, weil sie wetterabhängig sind.
Was schreibt man auf einen Erlebnisgutschein?
Nenne das Erlebnis, den groben Ort, den Zeitraum und wer mitkommt. Ein Satz zum Warum macht ihn persönlich, zum Beispiel: „Weil du seit Jahren davon redest, endlich mal klettern zu gehen.“

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