Gutscheinheft selber machen: Anleitung und Ideen zum Befüllen

So machst du ein Gutscheinheft mit Abreiß-Seiten selbst: Format, Bindung, Gestaltung und 60 Ideen zum Befüllen für Partner*in, Freunde, Kinder und Eltern.

Redaktion Goodschein · Aktualisiert am

Ein Gutscheinheft bündelt viele kleine Versprechen in einem Geschenk: Frühstück ans Bett, ein Abend Lieblingsfilm, ein Ausflug. Die beschenkte Person reißt einen Gutschein ab, wann immer sie mag. Hier erfährst du, wie du ein Gutscheinheft selber machst, vom Format über die Bindung bis zur Abreiß-Linie, und bekommst 60 Ideen zum Befüllen.

Die Grundlagen zu Papier und Layout findest du im Ratgeber Gutschein selber machen.

Warum ein Gutscheinheft so gut ankommt

Ein Gutscheinheft verschenkt viele kleine Momente statt eines großen. Das hat Vorteile: Die Person kann spontan einlösen, und das Geschenk begleitet euch über Wochen oder Monate.

Außerdem kostet ein Gutscheinheft wenig. Die meisten Gutscheine sind Gesten, keine Ausgaben. Ein Beispiel: Deine Partnerin hat gerade einen neuen, anstrengenden Job angefangen. Ein Heft mit zehn kleinen Entlastungs-Gutscheinen („einmal Kochen übernehmen“, „Abend auf dem Sofa ohne Diskussion“) zeigt mehr Verständnis als jedes Paket.

Format und Material

Die Größe bestimmt, wie viel Text auf eine Seite passt und wie das Heft in der Hand liegt.

FormatMaße (ca.)Seiten pro A4Eignet sich für
A710,5 × 7,4 cm8Kurze Gutscheine, klassisches Heft
Scheckheft15 × 7 cm6Abreiß-Gutscheine wie bei Schecks
A614,8 × 10,5 cm4Längere Texte, Bilder
Mini7,4 × 5,2 cm16Sehr kurze Gutscheine, Anhänger

Material:

  • Fotokarton für Deckblatt und Rückseite (ca. 250–300 g/m²)
  • Etwas dünneres Papier für die Innenseiten (ca. 120–160 g/m²), damit sich das Heft gut blättern lässt
  • Heftklammern, Kordel oder Musterklammern für die Bindung
  • Eine dicke Nadel oder ein Perforierrad für Abreiß-Linien
  • Locher, wenn du mit Kordel bindest

Schritt-für-Schritt-Anleitung

So entsteht ein Gutscheinheft im A7-Format mit Abreiß-Seiten.

  1. Gutscheine sammeln: Schreib 10 bis 12 Ideen auf. Mische kleine und große.
  2. Innenseiten vorbereiten: Teile ein A4-Blatt in acht Felder (zweimal längs, dreimal quer falten oder per Lineal). Beschrifte jedes Feld von Hand oder drucke es.
  3. Zuschneiden: Schneide alle Seiten gleich groß zu. Ein Papierschneider spart hier viel Zeit.
  4. Deckblatt gestalten: Titel wie „Gutscheinheft für Mia“ oder „10 Versprechen“, dazu ein Symbol.
  5. Rückseite: Ein persönlicher Satz oder eine kleine Gebrauchsanleitung: „Einlösen jederzeit, mit einem Tag Vorlauf.“
  6. Abreiß-Linie: Lege alle Innenseiten aufeinander und stich etwa 1,5 cm vom linken Rand mit einer Nadel im Abstand von 3–4 mm Löcher entlang einer geraden Linie. Mit einem Lineal als Führung bleibt sie gerade.
  7. Binden: Deckblatt, Innenseiten und Rückseite exakt aufeinanderlegen und am linken Rand mit zwei Heftklammern oder Kordel verbinden.
  8. Kontrolle: Probiere an einer Testseite, ob sich die Gutscheine sauber abreißen lassen.

Wenn du lieber am Rechner arbeitest, findest du die Umsetzung mit Tabelle im Artikel Gutschein am Computer gestalten.

Gestaltungsideen für das Heft

Ein Gutscheinheft wirkt hochwertiger, wenn alle Seiten einem roten Faden folgen.

  • Einheitliches Layout: Jede Seite hat oben eine Nummer, in der Mitte die Leistung, unten eine Zeile für das Einlösedatum.
  • Farbcodes: Eine Farbe für kleine Gesten, eine für Erlebnisse, eine für den Höhepunkt.
  • Joker-Seite: Eine leere Seite, auf die die Person selbst einen Wunsch schreiben darf.
  • Kleingedrucktes: Ein augenzwinkernder Satz unten auf jeder Seite, etwa „Nicht gültig während Fußballspielen“. Lustige Formulierungen findest du bei den lustigen Gutschein-Texten.
  • Titel mit Bedeutung: „12 Monate, 12 Abenteuer“ oder „Für die stressigen Tage“.

60 Ideen zum Befüllen

Die Ideen sind nach Empfänger sortiert. Viele lassen sich übertragen.

Für Partner*in

  1. Frühstück ans Bett
  2. Massage, 20 Minuten
  3. Den Film aussuchen
  4. Einmal Abwasch übernehmen
  5. Ein Date, komplett geplant
  6. Ausschlafen am Wochenende
  7. Eine Diskussion gewinnen
  8. Lieblingsessen kochen
  9. Ein Abend ohne Handy
  10. Picknick zu zweit
  11. Ein Brief per Post
  12. Ein Wunsch nach Wahl
  13. Vorlesen vor dem Einschlafen
  14. Ein Spaziergang bei Sonnenuntergang
  15. Ein Ja zu einem spontanen Plan

Mehr romantische Ideen findest du bei den Liebesgutscheinen.

Für Freunde

  1. Spieleabend bei mir
  2. Kaffee auf meine Kosten
  3. Kinoabend, du suchst aus
  4. Hilfe beim Umzug
  5. Ein Abend Telefonieren ohne Zeitlimit
  6. Gemeinsamer Flohmarktbesuch
  7. Kuchen backen für deine Party
  8. Fahrdienst nach einer Feier
  9. Pizza und Lieblingsserie
  10. Eine Wanderung mit Einkehr
  11. Ein Abend Kochen bei dir
  12. Gemeinsamer Sportkurs
  13. Ein Tag Sightseeing in unserer Stadt
  14. Pflanzen gießen im Urlaub
  15. Eine Playlist nur für dich

Für Kinder

  1. Einmal länger aufbleiben
  2. Abendessen aussuchen
  3. Ein Tag, an dem du bestimmst
  4. Zelten im Wohnzimmer
  5. Eis essen gehen
  6. Ein Ausflug in den Kletterwald
  7. Eine Gutenachtgeschichte extra
  8. Einen Film zusammen schauen
  9. Pfannkuchen zum Frühstück
  10. Einmal Zimmer aufräumen übernehmen
  11. Ein Nachmittag Spielplatz mit mir
  12. Höhle bauen
  13. Backen nach Wunsch
  14. Einmal ohne Hausaufgaben-Diskussion
  15. Ein Tag mit Mama oder Papa allein

Weitere Ideen stehen in den Gutschein-Ideen für Kinder.

Für Eltern und Großeltern

  1. Einmal Fenster putzen
  2. Technik-Hilfe am Handy
  3. Einkauf erledigen
  4. Ein Sonntagsfrühstück bei mir
  5. Fotos sortieren und ausdrucken
  6. Ein Ausflug ins Grüne
  7. Rasen mähen
  8. Gemeinsam ein altes Rezept kochen
  9. Ein Besuch mit den Enkeln
  10. Fahrdienst zum Arzt
  11. Ein Spieleabend
  12. Hilfe im Garten
  13. Ein Anruf jeden Sonntag
  14. Ein gemeinsamer Museumsbesuch
  15. Ein Abend Fotoalben anschauen

Das Gutscheinheft überreichen

Ein Gutscheinheft wirkt am schönsten, wenn du beim Überreichen kurz erklärst, wie es funktioniert. Ein, zwei Sätze reichen: „Du kannst jederzeit einen Gutschein abreißen und mir geben. Ich habe eine Woche Zeit, ihn einzulösen.“

Wenn du den ersten Gutschein gleich am selben Tag einlöst, etwa „Frühstück ans Bett“ am nächsten Morgen, zeigst du, dass das Heft ernst gemeint ist.

Typische Fehler beim Gutscheinheft

  1. Zu viele Gutscheine: 30 Seiten klingen großzügig, werden aber kaum eingelöst.
  2. Nur Pflichten: „Einmal Müll rausbringen“ ist kein Geschenk, wenn es ohnehin deine Aufgabe ist.
  3. Keine Gültigkeit: Ein Satz auf der Rückseite wie „Gültig bis Silvester“ hilft beim Einlösen.
  4. Schiefe Abreiß-Linie: Mit Lineal arbeiten und an einer Testseite üben.

Für die Formulierung einzelner Gutscheine hilft dir der Ratgeber Gutschein-Texte schreiben.

Häufige Fragen

Wie viele Gutscheine sollten in ein Gutscheinheft?
Bewährt haben sich 8 bis 15 Gutscheine. Weniger wirkt dünn, mehr wird selten alle eingelöst. Bei einem Jahresheft passen 12 Gutscheine, einer pro Monat.
Wie binde ich ein Gutscheinheft?
Am einfachsten mit zwei Heftklammern am Rand, mit einer Kordel durch zwei gelochte Löcher oder mit Musterklammern. Für Abreiß-Seiten stichst du mit einer Nadel eine Perforationslinie neben der Bindung vor.
Was schreibe ich in ein Gutscheinheft?
Mische große und kleine Gutscheine: einige Alltagsgesten wie Frühstück ans Bett, einige Erlebnisse wie einen Ausflug und einen besonderen Gutschein als Höhepunkt. Auf jede Seite gehören Leistung und eventuell eine Bedingung.
Welches Format eignet sich für ein Gutscheinheft?
Gut handhabbar ist ein Format von ca. 10,5 × 7,4 cm (A7) oder etwas länger im Scheckheft-Stil (ca. 15 × 7 cm). Aus einem A4-Blatt bekommst du acht A7-Seiten.
Kann ich ein Gutscheinheft am Computer erstellen?
Ja. Lege in einer Textverarbeitung eine Tabelle mit acht gleich großen Feldern auf einer A4-Seite an, schreib in jedes Feld einen Gutschein, drucke auf festes Papier und schneide die Seiten zu.

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